LÖVE - Forderungen

Mit den folgenden Forderungen soll attraktive, preiswerte und nachhaltige Mobilität in Luzern sichergestellt werden. Die Stadt hat sich zu Netto Null Treibhausgasemissionen bis 2030 verpflichtet, der Kanton bis 2050. Es müssen sofortige Massnahmen folgen, um diese Ziele zu erreichen und die Klimakatastrophe zu verhindern. Luzern hat Potential, ÖV-freundlicher sein. Mit dem Ziel, dieses Potential auszuschöpfen, setzen wir uns Tag für Tag für mehr #löve ein.

Es ist uns wichtig anzumerken, dass es immer Ausnahmen geben wird, die auf Autos angewiesen sind. Beispielsweise Handwerkliche Berufsgruppen, Polizei, Feuerwehr, Krankenwagen, ältere Menschen, gewisse Menschen mit Behinderung, und viele mehr. 

Selbstverständlich ist es nicht unser Ziel, deren Alltag zu erschweren oder gar Autos zu verbieten. Viel mehr geht bei LÖVE darum, die Menschen im Pendlerverkehr, im normalen Alltag zur Nutzung des ÖVs zu motivieren.

Die Jungen Grünen Kanton Luzern fordern...

1. ... gratis Nahverkehr für alle.

Julian Gerber: Die Nutzung des öffentlichen Verkehrs für Kurzstrecken muss selbstverständlich sein. Wer nicht mit dem Velo fahren kann/will, soll das ÖV-Angebot ohne Einschränkung nutzen können. Autos für Kurzstrecken sind unnötig und klimaschädlich. Die Finanzierung dieser Forderung kann beispielsweise durch eine CO2-Steuer oder durch eine Erhöhung der Mineralsteuer sichergestellt werden. 

2.  … die Umsetzung des Behindertengleichstellungsgesetzes im ganzen Kanton.

Lamija Beciragic: Der Bund hat 2002 das Behindertengleichstellungsgesetz verabschiedet. Laut Art. 22 Ziff. 1 BehiG müssen bestehende Bauten und Anlagen, sowie Fahrzeuge für den öffentlichen Verkehr bis spätestens 20 Jahre nach Inkrafttreten des Gesetzes behindertengerecht sein. Wir fordern die rasche Umsetzung dieses Gesetzes im ganzen Kanton Luzern. Auch Menschen mit einer Beeinträchtigung sollen den öffentlichen Verkehr ohne Einschränkung nutzen können.

3. ... den Ausbau des öffentlichen Verkehrs bei Stosszeiten.

Alin Zürcher: Ein Grund, wieso viele Menschen nicht mit ÖV zur Arbeit gehen, sind die vollen Züge und Busse zu Stosszeiten. Auf zentralen Strecken ist es zeitweise unmöglich, einen (Sitz-) Platz zu finden. Das sind nicht die Umstände, in denen man gerne pendelt und wofür man gerne zahlt. Daher fordern wir einen Kapazitätsausbau des öffentlichen Verkehrs zu Stosszeiten.  

4. … einen Shuttlebus für die Kantonsschule Alpenquai. 

Irina Studhalter: Morgens sind die Busverbindungen vom Bahnhof zur Kantonsschule Alpenquai komplett überfüllt. Für alle Schüler*innen, die nicht in der Stadt wohnen gehört diese Strecke zum täglichen Schulweg. Dass sie aufgrund von fehlendem Platz zu spät in den Unterricht kommen oder andere Personen deswegen die Strecke nicht mehr mit dem ÖV zurücklegen, soll verhindert werden. Mit einem direkten Shuttle vom Bahnhof zur Kantonsschule sollen die regulären Busverbindungen entlastet und die Bedingungen für Schüler*innen und andere verbessert werden. 

5. … einen Kapazitätsausbau der Zugverbindungen am Sonntagabend zwischen Städten. 

Jeremias Brem: Der Grossteil aller Studierenden sind Wochenaufenthalter*innen. Am Sonntagabend fahren sie – gleichzeitig wie Soldaten – mit viel Gepäck in überfüllten Zügen zurück in die grossen Städte der Schweiz. Einen Sitzplatz zu kriegen wird zu einem Ding der Unmöglichkeit und in den Gängen stehen die Menschen dicht gedrängt. Komfort und Sicherheit sieht anders aus. Deshalb braucht es einen Ausbau der Kapazitäten zwischen den Städten am Sonntagabend. 

6. … dass Velos gratis im öffentlichen Verkehr mitgenommen werden dürfen. 

Mauro Schmid: Während bei grossen Gepäckstücken kein Ticket gelöst werden muss, ist es nach wie vor Pflicht, für den Transport des Velos eines zu lösen. Wenn das Velo gratis mitgeführt werden darf, stärken wir den Veloverkehr und sorgen gleichzeitig dafür, dass Pendler*Innen am Zielort nicht auf ein Auto angewiesen sind. Für mehr #VeloLove fordern wir die Aufhebung des Velobillets in allen öffentlichen Verkehrsmitteln. 

7. ... ein Durchgangsperron für alle Busse, die über die Seebrücke weiterfahren. 

Wilma Reber: Zahlreiche Busverbindungen, die nicht den Bahnhof Luzern als Endstation haben, können aufgrund von Kapazitätsgründen nicht den Durchgangsperron verwenden. Daraus resultieren längere Fahrwege, Verspätungen und Staus. Wir fordern den Ausbau des Durchgangsperrons, wie er der Stadt Luzern bereits als Projektidee vorliegt.

8. … die Umsetzung des Grossprojekts Durchgangsbahnhof. 

Michelle Meyer: Der Bahnhof Luzern ist zurzeit komplett ausgelastet. Auch wenn die Nachfrage gross ist, kann das Angebot nicht weiter ausgebaut werden. Wir fordern die rasche Umsetzung des Projekts Durchgangsbahnhof, damit Züge auf der Nord-Süd-Achse schneller verkehren können und die Kapazität des Bahnhof Luzern weiter ausgebaut werden kann. So, dass der Bahnhof dem Anstieg der Pendler*Innen auch in Zukunft gewachsen ist. 

9. … dass Hunde gratis im öffentlichen Verkehr mitgenommen werden dürfen.

Nico Che Eberli: Noch heute ist für viele Hundehalter*Innen das zusätzliche Ticket ein Grund, das Auto statt den ÖV zu nehmen. Mit dem zusätzlichen Ticket welches sie für ihren Vierbeiner lösen müssen, wird der öffentliche Verkehr unattraktiv. Mit der Abschaffung des Tickets für Hunde schaffen wir diese Benachteiligung aus dem Wege und der ÖV wird wieder konkurrenzfähig.  

10. … den Ausbau des Nachtnetzes, auch am Donnerstag.

Alisha Ott: Je nach Wohnort ist das Nachtnetz am Freitag und Samstag nur sehr spärlich, die wenigen Verbindungen total überfüllt. Viele Studierende und Arbeitende sind bereits am Donnerstagabend auf ÖV nach Mitternacht angewiesen. Mit einem Ausbau des Nachtnetzes sollen regelmässigere Verbindungen angeboten werden für mehr Mobilität und Flexibilität im Ausgang. 

11. … die Aufhebung des Zweiklassensystems im Nahverkehr.

Lynne Kopp: Die Abteile und Wagen der 1. Klasse bieten weitaus weniger Sitzplätze. Im Nahverkehr bleiben diese dennoch oftmals leer. Mit einer Aufhebung des Zweiklassensystems gelingt es nicht nur die Kapazität der Züge zu erhöhen, sondern auch den Komfort und damit die Attraktivität zu steigern. Durch die zusätzlichen Pendler*Innen können die fehlenden Einnahmen wettgemacht werden. 

12. … Bushaltestellen direkt auf der Fahrbahn, auch bei Hauptstrassen. 

Carlo Schmid: Mit jedem Mal, bei dem Busse von der Bushaltestelle zurück in die Fahrbahn einbiegen müssen, geht Zeit verloren. Obwohl der Bus Vortritt hat, kommt es zu Wartezeiten und Verspätungen, was wiederum negative Emotionen bei Fahrgästen weckt. Um diese Verspätungen einzudämmen, fordern wir, dass Bushaltestellen auch bei Hauptstrassen direkt auf der Fahrbahn gebaut werden. Mit Inseln in der Strassenmitte kann ausserdem die Sicherheit gewährleistet werden. 

13. … den Bau weiterer S-Bahn-Stationen in der Stadt Luzern.

Jona Studhalter: Während die Agglomeration rasant wächst, bleibt die Kapazität der Strassen und des ÖVs konstant. Die Busse von Reussbühl, Emmen oder Horw in die Stadt sind überfüllt, die Strassen mit Personenwagen und Berufsverkehr überlastet. Der Bau weiterer S-Bahn-Stationen, bspw. in Reussbühl, Kreuzstutz oder dem Paulusplatz, ist deshalb dringend nötig. Mit schnellen S-Bahn-Verbindungen in die Stadt könnte ein Grossteil des Strassenverkehrs auf die Schienen umgeleitet werden.  

14. … den Ausbau des Sonntagsfahrplans.

Noah Genhart: Besonders in der Agglomeration und ländlichen Gebieten sind die Sonntagsverbindungen sehr reduziert und die einzelnen Busse überfüllt. Für mehr Mobilität und ein angenehmeres Fahrerlebnis fordern wir einen regelmässigeren Verkehr der Sonntagsverbindungen.

15. … eine Seilbahn von Kriens nach Luzern.

Pascal Lustenberger: Die Busse von Luzern nach Kriens sind überfüllt, die Strassen häufig komplett überlastet. Die eigentlich kurze Strecke wird so häufig zur Geduldsprobe. Da der Bau einer durchgehenden Busspur nach Kriens nicht möglich ist, kann eine Seilbahn Abhilfe schaffen. Die Strecke von Kriens nach Luzern könnte innerhalb weniger Minuten zurückgelegt werden. Hervorragende Aussicht inklusive. Das Stadtbild bleibt unverändert und der Bau ist deutlich günstiger als eine vergleichbare unterirdische Verbindung.

16. … den Ausbau der Veloplätze im öffentlichen Verkehr.

Meret Siebenhaar: Nicht nur, dass die Mitnahme eines Velos zusätzliche Kosten verursacht, häufig sind Plätze für Fahrräder nur sehr spärlich vorhanden und bereits besetzt. Im Fernverkehr sind die Veloplätze Wochen im Voraus ausgebucht. Mit einem Ausbau der Veloplätze im Nah-, wie auch im Fernverkehr wird die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs gesteigert und die Flexibilität für Tagesausflüge in Kombination von Velo und Zug wieder gegeben. 

17. ... dass jegliche Reisen und Ausflüge der Schulen mit ÖV durchgeführt werden müssen.

Johanna Küng: Verschiedene Reisen und Ausflüge der Schule werden heute mit Cars, Privatauto oder gar mit dem Flugzeug unternommen. Kinder sollen von früh auf lernen, mit dem ÖV unterwegs zu sein. Ausflüge, die mit ÖV durchgeführt werden, machen Spass, sind umweltfreundlich und erlauben es, die Umgebung kennenzulernen.  

18. … die Abschaffung des Nachtzuschlages. 

Judith Schmutz: Der Nachtzuschlag ist für viele Personen ein Hindernis, nachts Strecken mit dem ÖV zurückzulegen. Je nach Fahrstrecke kommt es günstiger, sich mit Freunden ein Taxi zu teilen, als das Nachtnetz zu nutzen. Wir finden, wer ein gültiges Ticket besitzt, soll keinen Nachtzuschlag zahlen müssen. So, dass der öffentliche Verkehr auch in der Nacht attraktiv bleibt.  

19. ... eine Busspur auf der Seebrücke. 

Olga Krempels: Das hohe Verkehrsaufkommen auf der Hauptstrasse, die über die Seebrücke führt, führt oft zu Stau. Zwischen zu vielen Autos stehen Busse, die ihren Fahrplan nicht einhalten können. Niemand hat gerne Verspätungen. Für einen besseren Verkehrsfluss für Busse fordern wir eine eigene Busspur auf der Seebrücke in beide Richtungen.  

20. … Forderung folgt.